Windkraft

Erfahren Sie in unserem Videobeitrag, wie eine Windkraftanlage funktioniert.

Prinzip Auftrieb

Was haben ein Flugzeug und ein Windrad gemeinsam? Sie nutzen beide den Auftrieb. Strömt der Wind an ihren Flügeln vorbei, entsteht an deren Oberseite ein Sog, an deren Unterseite ein Überdruck. Die Tragflügel des Flugzeugs werden dadurch emporgehoben, die Flügel des Windrads beginnen sich zu drehen.

Die meisten Windräder haben drei Flügel, Rotorblätter genannt. Sie bestehen aus Kunststoff und sind bis zu 65 Meter lang. Bei der Drehung der Rotorblätter kann so eine Fläche bis zur Größe zweier Fußballfelder überstrichen werden.

Rotor und Gondel

Der Rotor sitzt mit seinen drei Flügeln am Kopf des Windrads, der Gondel. Die Gondel enthält den Maschinenpark des Windrads und dreht sich mit dem Wind. Die Windgeschwindigkeit wird vom Anemometer gemessen, die Windrichtung über die Windfahne. Meldet das Anemometer eine Windgeschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde, wird die Windkraftanlage angefahren. Bei Sturm wird sie automatisch abgeschaltet.

Stromerzeugung

Von der Stärke des Windes und der Drehzahl der Rotoren hängt ab, wie viel Strom produziert werden kann. Die Antriebswelle überträgt die Bewegungsenergie der Rotoren an das Getriebe. Der Generator erzeugt elektrischen Strom, der über Kabel durch den Turm nach unten geführt wird.

Maße

Bis zu 130 Meter hoch sind heute die Türme. Allein die Gondel wiegt rund 70 Tonnen, noch mal über 30 Tonnen wiegt der Rotor. Die Türme müssen die wechselnde Kraft des Windes aushalten. Sie bestehen in der Regel aus Rohrkonstruktionen aus Beton oder Hohltürmen aus Stahl. Am Boden ist der Turm auf einem Fundament befestigt, das mit Pfählen im Untergrund verankert werden kann.

Die Kraft des Windes nutzt der Mensch seit dem Altertum. Eine erste Blütezeit gab es im 19. Jahrhundert. In ganz Europa drehten sich über 200.000 Windmühlen.