Wasserkraft

Erfahren Sie in unserem Videobeitrag, wie ein Wasserkraftwerk funktioniert.

Wasserkraftwerke

Die Kraft von fließendem oder fallendem Wasser kann man in Strom umwandeln. Das Wasser wird zunächst mit einem Wehr oder in einem Speicherbecken gestaut. Von dort gelangt es über eine Zuleitung in das Kraftwerk. Der Wasserfluss treibt eine Turbine an. Sie ist mit einem Generator verbunden, der Strom erzeugt. Hat das Wasser die Turbine passiert, dann wird es aus dem Maschinenhaus wieder zurück in den Fluss oder in das Becken geleitet. Dieses Funktionsprinzip gilt für alle Kraftwerke in Deutschland. Es gibt Laufwasserkraftwerke, Speicherkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke.

Laufwasser-Kraftwerk

Laufwasserkraftwerke liegen an Flussläufen. Sie nutzen die Energie des strömenden Wassers und arbeiten meistens mit einer Kaplanturbine, einer Flügelradturbine. Ihr Laufrad dreht sich wie eine Schiffsschraube im Wasserstrom. Die größten Laufwasser-kraftwerke in Deutschland liegen an Rhein, Donau, Iller, Lech, Isar, Inn und Mosel.

Speicherkraftwerk

Speicherkraftwerke befinden sich an Stauseen vor allem im Gebirge. Das Wasser rauscht von großen Höhen in Druckrohrleitungen ins tiefer gelegene Kraftwerk.

Pumpspeicher-Kraftwerk

Pumpkraftwerke haben die Aufgabe, Stromschwankungen im Netz auszugleichen. In ein Becken wird mit unbenötigter Energie Wasser gepumpt, das im Bedarfsfall wieder Strom erzeugen werden kann. Es erfolgt somit eine Art „Zwischenlagerung“ der Energieüberschüsse, die für spätere Bedarfsspitzen genutzt werden können. Zurzeit existieren in Deutschland 33 Pumpspeicherwerke.

Gezeitenkraftwerk

Strom lässt sich auch mit der Energie des Meeres erzeugen. Die modernsten Gezeitenkraftwerke sehen aus wie Unterwasser-Windräder. Die Meeresströmungen, die Ebbe und Flut hervorrufen, setzen ihre Flügel in Bewegung.

Wellenkraftwerk

Wellenkraftwerke werden dagegen an der Küste gebaut. Jede Welle drückt dabei Wasser in kaminartige Betonröhren. Beim Ablaufen der Welle schwappt das Wasser wieder zurück. Die schwingende Wassersäule drückt die Luft in den Röhren zusammen. Der hohe Luftdruck treibt dann eine Turbine an.

Die Kraft des Wassers nutzt der Mensch schon seit Jahrhunderten. Bereits in vorindustrieller Zeit wurden damit Mühlen und Sägewerke angetrieben.